Jugendliche forschen zu jüdischem Leben

Jugendliche im Magazin vor Rollregalem

Jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar zu machen, ist Ziel des interaktiven Projekts Jewish Places des Jüdischen Museums Berlin (JMB). Schülerinnen und Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums in Potsdam haben sich an dem digitalen Projekt beteiligt und machten sich auf die Suche nach Orten selbstbestimmten jüdischen Lebens in Potsdam und Umgebung. Ihre Recherchen zu den ausgewählten Orten führten sie unter anderem ins Brandenburgische Landeshauptarchiv. Ein Video des JMB gibt Einblicke in das Projekt.

Akten und Pläne ausgewertet

Im Landeshauptarchiv haben die Jugendlichen mit Akten und Plänen zum jüdischen Friedhof in Potsdam sowie mit Unterlagen des jüdischen Kinder- und Landschulheims in Caputh gearbeitet. Unter anderem konnten sie erste Erwähnungen des Friedhofs, Schriftwechsel der Gründerin und Leiterin des Landschulheims, Gertrud Feiertag, mit den Behörden und die Personalakte einer Lehrerin einsehen. Auf der digitalen Karte Jewish Places haben die Jugendlichen ihre Fotos, Texte und Dokumente veröffentlicht, um die erkundeten Orte in ihrer Bedeutung und Geschichte zu zeigen.

Workshop auf YouTube

Die Spurensuche fand im Rahmen des vom JMB veranstalteten und pädagogisch begleiteten Workshops „on.tour goes Jewish Places“ im August 2019 statt. In einem kürzlich veröffentlichten Video-Trailer präsentiert das Museum seine dezentralen pädagogischen Angebote für Kinder und Jugendliche (Outreach-Programme) und das geplante Kindermuseum ANOHA – darunter auch den Workshop und den Besuch der Schülerinnen und Schüler im Archiv.

Jewish Places: Digitale Spaziergänge unternehmen

Die Website Jewish Places bündelt Forschungsinhalte zu jüdischem Leben in Deutschland auf einer interaktiven Karte und ermöglicht es, digitale Spaziergänge entlang der bereits erfassten Orte und Einrichtungen zu unternehmen. Das Projekt ist offen für alle Interessierten, die sich daran beteiligen möchten, lokalgeschichtliche Zusammenhänge zu jüdischem Leben visuell zu erfassen und ausgehend vom eigenen Standort zu entdecken.

>> Zum Video-Trailer (YouTube)

>> Zur Website Jewish Places

>> Zur Website des Jüdischen Museums Berlin (JMB)