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Personalunterlagen der NS-Verwaltung und NSDAP

Rep. 34 Provinzialschulkollegium Personalia 2110 Blatt 1

Recherchemöglichkeiten zum NS-Verwaltungspersonal sowie Mitgliedern der NSDAP und ihrer Organisationen

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv (BLHA) verwahrt zahlreiche personenbezogene Unterlagen zu Beschäftigten der staatlichen und kommunalen Verwaltung sowie zu Mitgliedern der NSDAP und ihrer Gliederungen.

Die folgende Auswahl stellt vor allem Bestände vor, die reine Personalakten enthalten oder einen besonders hohen Anteil an personenbezogenen Unterlagen aufweisen. Sie eignet sich für Recherchen zu Personen, die in der ehemaligen Provinz Brandenburg lebten oder dort tätig waren.

Neben den hier genannten Beständen können personenbezogene Informationen auch in zahlreichen weiteren Verwaltungsakten überliefert sein.

Rep. 34 Provinzialschulkollegium Personalia 2110 Blatt 1

Recherchemöglichkeiten zum NS-Verwaltungspersonal sowie Mitgliedern der NSDAP und ihrer Organisationen

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv (BLHA) verwahrt zahlreiche personenbezogene Unterlagen zu Beschäftigten der staatlichen und kommunalen Verwaltung sowie zu Mitgliedern der NSDAP und ihrer Gliederungen.

Die folgende Auswahl stellt vor allem Bestände vor, die reine Personalakten enthalten oder einen besonders hohen Anteil an personenbezogenen Unterlagen aufweisen. Sie eignet sich für Recherchen zu Personen, die in der ehemaligen Provinz Brandenburg lebten oder dort tätig waren.

Neben den hier genannten Beständen können personenbezogene Informationen auch in zahlreichen weiteren Verwaltungsakten überliefert sein.

Personal der staatlichen und kommunalen Verwaltung

Allgemeine Verwaltung

Für Beschäftigte verschiedener Verwaltungsbereiche mit Wohn- oder Tätigkeitsorten in der ehemaligen Provinz Brandenburg kommen insbesondere die Personalakten der beiden preußischen Regierungen Potsdam und Frankfurt (Oder) infrage:

 

Justizpersonal

Unterlagen zu Richtern, Staatsanwälten, Beschäftigten der Justizverwaltung und des Strafvollzugs sowie zu Rechtsanwälten und Notaren befinden sich vor allem im Bestand:

 

Personal der Provinzialverwaltung und Landesanstalten

Für Beschäftigte der Provinzialverwaltung – darunter auch Ärzteschaft und Pflegepersonal in Landesanstalten – sind folgende Bestände relevant:

 

Lehrerinnen und Lehrer

Für Lehrkräfte bestehen unterschiedliche Überlieferungen:

Volks-, Mittel- und Berufsschulen

Höhere Schulen (Gymnasien)

 

Forstpersonal

Personalakten von Förstern und Beschäftigten der Forstverwaltung finden sich in den Forstregistraturen der Regierungsbezirke:

 

Weitere Berufsgruppen und Verwaltungen

Katasterverwaltung

Für Beschäftigte der Katasterverwaltung im Regierungsbezirk Potsdam:

Reichsfinanz- und Zollverwaltung

Reichspostverwaltung

Reichswasserstraßenverwaltung

Freiberufliche Ärzte

Allgemeine Verwaltung

Für Beschäftigte verschiedener Verwaltungsbereiche mit Wohn- oder Tätigkeitsorten in der ehemaligen Provinz Brandenburg kommen insbesondere die Personalakten der beiden preußischen Regierungen Potsdam und Frankfurt (Oder) infrage:

 

Justizpersonal

Unterlagen zu Richtern, Staatsanwälten, Beschäftigten der Justizverwaltung und des Strafvollzugs sowie zu Rechtsanwälten und Notaren befinden sich vor allem im Bestand:

 

Personal der Provinzialverwaltung und Landesanstalten

Für Beschäftigte der Provinzialverwaltung – darunter auch Ärzteschaft und Pflegepersonal in Landesanstalten – sind folgende Bestände relevant:

 

Lehrerinnen und Lehrer

Für Lehrkräfte bestehen unterschiedliche Überlieferungen:

Volks-, Mittel- und Berufsschulen

Höhere Schulen (Gymnasien)

 

Forstpersonal

Personalakten von Förstern und Beschäftigten der Forstverwaltung finden sich in den Forstregistraturen der Regierungsbezirke:

 

Weitere Berufsgruppen und Verwaltungen

Katasterverwaltung

Für Beschäftigte der Katasterverwaltung im Regierungsbezirk Potsdam:

Reichsfinanz- und Zollverwaltung

Reichspostverwaltung

Reichswasserstraßenverwaltung

Freiberufliche Ärzte

Personenbezogene Unterlagen von NSDAP und NS-Organisationen

Rep. 161 NS-Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)

Eine besonders wichtige Quelle für personenbezogene Recherchen zur NS-Zeit ist das sogenannt NS-Archiv:

Rep. 161 NS-Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)

Der Bestand enthält den „Brandenburger Teil“ einer ursprünglich zentral in Berlin geführten Sammlung von Unterlagen unterschiedlicher Herkunft.

Überliefert sind vor allem personenbezogene Dokumente staatlicher und kommunaler Behörden sowie der NSDAP, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände aus der ehemaligen Provinz Brandenburg.

Die Unterlagen reichen von einfachen Karteikarten bis zu umfangreichen Personal- und Strafakten. Sie enthalten Informationen über:

  • Mitglieder der NSDAP und ihrer Organisationen,
  • Personen in staatlichen und kommunalen Funktionen während der NS-Zeit,
  • Verfahren nach 1945, insbesondere Entnazifizierungsverfahren,
  • Opfer und Verfolgte des NS-Regimes.

Damit ist der Bestand eine wichtige Quelle für biografische Forschungen zur NS-Zeit und zur Nachkriegsgeschichte.

Wer mehr über diesen Bestand erfahren möchte, kann hier nachlesen:

Frank Schmidt, Von Fragmenten, Karteikarten und Einzelfallakten zu geordneten Strukturen. Erschließung und Auswertungsmöglichkeiten des Bestandes Rep. 161 NS-Archiv des MfS, in: Arbeiten für das Gedächtnis des Landes – Festgabe des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, Potsdam 2019, S. 50-64.

 

NSDAP, SA, SS und weitere NS-Organisationen

Außerhalb des Bestandes Rep. 161 sind Mitglieds- und Personalunterlagen der NSDAP und ihrer Organisationen nur in geringem Umfang erhalten.

Relevante Bestände sind:

NSDAP Gau Mark Brandenburg

Rep. 61A, C NSDAP, Gliederungen und angeschlossene Verbände im Gau Mark Brandenburg

Der Teilbestand Rep. 61A enthält unter anderem:

  • wenige Unterlagen der NSDAP-Gauleitung,
  • Personalakten einzelner NSDAP-Kreisleitungen und Ortsgruppen.

Gliederungen der NSDAP

Personalakten von Angehörigen der SA, SS und des NSKK befinden sich im Bestand:

Rep. 61C NSDAP Gliederungen

Rep. 161 NS-Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)

Eine besonders wichtige Quelle für personenbezogene Recherchen zur NS-Zeit ist das sogenannt NS-Archiv:

Rep. 161 NS-Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)

Der Bestand enthält den „Brandenburger Teil“ einer ursprünglich zentral in Berlin geführten Sammlung von Unterlagen unterschiedlicher Herkunft.

Überliefert sind vor allem personenbezogene Dokumente staatlicher und kommunaler Behörden sowie der NSDAP, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände aus der ehemaligen Provinz Brandenburg.

Die Unterlagen reichen von einfachen Karteikarten bis zu umfangreichen Personal- und Strafakten. Sie enthalten Informationen über:

  • Mitglieder der NSDAP und ihrer Organisationen,
  • Personen in staatlichen und kommunalen Funktionen während der NS-Zeit,
  • Verfahren nach 1945, insbesondere Entnazifizierungsverfahren,
  • Opfer und Verfolgte des NS-Regimes.

Damit ist der Bestand eine wichtige Quelle für biografische Forschungen zur NS-Zeit und zur Nachkriegsgeschichte.

Wer mehr über diesen Bestand erfahren möchte, kann hier nachlesen:

Frank Schmidt, Von Fragmenten, Karteikarten und Einzelfallakten zu geordneten Strukturen. Erschließung und Auswertungsmöglichkeiten des Bestandes Rep. 161 NS-Archiv des MfS, in: Arbeiten für das Gedächtnis des Landes – Festgabe des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, Potsdam 2019, S. 50-64.

 

NSDAP, SA, SS und weitere NS-Organisationen

Außerhalb des Bestandes Rep. 161 sind Mitglieds- und Personalunterlagen der NSDAP und ihrer Organisationen nur in geringem Umfang erhalten.

Relevante Bestände sind:

NSDAP Gau Mark Brandenburg

Rep. 61A, C NSDAP, Gliederungen und angeschlossene Verbände im Gau Mark Brandenburg

Der Teilbestand Rep. 61A enthält unter anderem:

  • wenige Unterlagen der NSDAP-Gauleitung,
  • Personalakten einzelner NSDAP-Kreisleitungen und Ortsgruppen.

Gliederungen der NSDAP

Personalakten von Angehörigen der SA, SS und des NSKK befinden sich im Bestand:

Rep. 61C NSDAP Gliederungen

Weitere Recherchemöglichkeiten

Personalunterlagen können auch in anderen Beständen überliefert sein. Dazu gehören:

  • Kreisverwaltungen)
    (Rep. 6B/C Kreisverwaltungen)
  • Stadtverwaltungen
    (Rep. 8 Städte)

Auch Verwaltungsakten, die nicht als klassische Personalakten geführt wurden, können personenbezogene Informationen enthalten. Beispiele sind:

  • Präsidialregistraturen der beiden Regierungen Potsdam und Frankfurt (Oder)
    (Rep. 2A I P und Rep. 3B I Präs)
  • Kommunalabteilungen der beiden Regierungen Potsdam und Frankfurt (Oder)
    (Rep. 2A I Kom und Rep. 3B I Kom)

Daneben gibt es aus allen Bereichen der Verwaltung Aktenbestände, die auch Unterlagen über die Personalverwaltung und Stellenbewirtschaftung oder über die eines der jeweiligen Behörde unterstellten Geschäfts- oder Zuständigkeitsbereiches enthalten. Darin lassen sich ebenfalls personenbezogene Informationen auffinden. Diese Bestände blieben hier unberücksichtigt.

Für Beschäftigte außerhalb von Staat und Kommunen können außerdem Unternehmens-, Verbands- und Vereinsbestände wichtige Hinweise liefern.

Weitere Recherchemöglichkeiten

Personalunterlagen können auch in anderen Beständen überliefert sein. Dazu gehören:

  • Kreisverwaltungen)
    (Rep. 6B/C Kreisverwaltungen)
  • Stadtverwaltungen
    (Rep. 8 Städte)

Auch Verwaltungsakten, die nicht als klassische Personalakten geführt wurden, können personenbezogene Informationen enthalten. Beispiele sind:

  • Präsidialregistraturen der beiden Regierungen Potsdam und Frankfurt (Oder)
    (Rep. 2A I P und Rep. 3B I Präs)
  • Kommunalabteilungen der beiden Regierungen Potsdam und Frankfurt (Oder)
    (Rep. 2A I Kom und Rep. 3B I Kom)

Daneben gibt es aus allen Bereichen der Verwaltung Aktenbestände, die auch Unterlagen über die Personalverwaltung und Stellenbewirtschaftung oder über die eines der jeweiligen Behörde unterstellten Geschäfts- oder Zuständigkeitsbereiches enthalten. Darin lassen sich ebenfalls personenbezogene Informationen auffinden. Diese Bestände blieben hier unberücksichtigt.

Für Beschäftigte außerhalb von Staat und Kommunen können außerdem Unternehmens-, Verbands- und Vereinsbestände wichtige Hinweise liefern.