Nachlässe eines Künstlerehepaares
- Erschienen amDie Nachlässe von Harald und Helene von Koenigswald sind nach umfangreichen Verzeichnungsarbeiten vollständig im Online-Zugang recherchierbar und im Lesesaal zugänglich. Das Landeshauptarchiv hatte die Unterlagen des Künstlerehepaares 1981 ungeordnet aus dem ehemaligen Wohnhaus der Familie von Koenigswald in Potsdam-Bornim übernommen.
Schenkung der Familie von Koenigswald
1989 erfolgte die Trennung der Unterlagen in die Bestände Rep. 16 Nachlass Helene von Falkenhausen und Rep. 16 Nachlass Harald von Koenigswald sowie ihre Erschließung.
2022 konnten im Rahmen einer Schenkung durch den Sohn Professor Wighart von Koenigswald weitere Manuskripte und persönliche Dokumente übernommen werden. Die Schenkung umfasst nachträglich auch die bereits im Brandenburgischen Landeshauptarchiv vorhandenen Unterlagen. Dies gab den Anstoß die beiden Bestände vollständig zu überarbeiten.
Der Schriftsteller Harald von Koenigswald
Der Schriftsteller Harald von Koenigswald (1906–1971) veröffentlichte Erzählungen, Essays und Romane, darunter das „Preußisches Lesebuch“ (1966). Zudem schrieb von Koenigswald für die monarchistischen Weißen Blätter und korrespondierte mit zahlreichen Persönlichkeiten seiner Zeit.
Die Illustratorin Helene von Koenigswald (geb. von Falkenhausen)
Helene von Koenigswald (1900–1987), Tochter des ehemaligen Regierungspräsidenten der Regierung Potsdam, Friedrich von Falkenhausen, war Grafikerin und Illustratorin. Ihre Werke sind vor allem in Zeitungen und Zeitschriften zu finden.
Das Paar heiratete am 29. Dezember 1931 in Potsdam. Nachdem sie zunächst in Berlin wohnten, zogen sie 1936 nach Potsdam-Bornim. Dort wurden auch ihre vier Kinder geboren. 1947 zog die Familie nach Münstereifel im Rheinland.
Intensiver Schriftwechsel mit Persönlichkeiten der Zeit
In den Beständen ist zudem die umfangreiche Privatkorrespondenz des Paares enthalten. Durch ihre berufliche Tätigkeit und ihre Verwandtschaftsverhältnisse finden sich darin Schriftwechsel mit Künstler*innen und Autor*innen wie Jürgen Eggebrecht, Reinhold Schneider, Werner Bergengruen und Clara Arnheim.
Auch die zweite Ehefrau Wilhelms II, Hermine, Prinzessin Reuß ältere Linie, der Diplomat Hasso von Etzdorf, Reichskanzler Franz von Papen oder der Direktor des Stadt- und Landesarchivs West-Berlin, Ernst Kaeber, korrespondierten mit dem Ehepaar.
