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Aufbau von DAN-Magazinpartnerschaften im Land Brandenburg

Was sind DAN-Magazinpartnerschaften?

Die öffentlichen Archive des Landes Brandenburg stehen vor der Herausforderung, nicht nur analoge, sondern auch digital entstandene Unterlagen dauerhaft zu sichern, zu erhalten und nutzbar zu machen. Bislang fehlte jedoch ein standardisiertes Archivsystem, das eine gesetzeskonforme Übernahme sowie die langfristige Sicherung der Authentizität, Integrität und Nutzbarkeit des digitalen Archivguts gewährleistet.

Um diese Lücke zu schließen, hat das Brandenburgische Landeshauptarchiv (BLHA) das langfristige Projekt „DAN-Magazinpartnerschaften in Brandenburg“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine nachhaltige Lösung für die digitale Langzeitarchivierung in den brandenburgischen Kommunen zu etablieren. Das Projekt baut auf der Mitgliedschaft des BLHA im Kooperationsverbund Digitale Archivierung Nord (DAN) sowie auf der Nutzung der bewährten DIMAG Software auf.

Die Magazinpartnerschaft zwischen dem Landeshauptarchiv und den Kommunalarchiven bildet einen zentralen Baustein für die digitale Archivierung in Brandenburg. Ein maßgebendes Betriebskonzept definiert dabei die Verantwortungsbereiche, Akteure, Aufgaben sowie Kosten und bietet eine klare Grundlage für alle öffentlichen Archive, die in die digitale Langzeitarchivierung einsteigen möchten.

Die öffentlichen Archive des Landes Brandenburg stehen vor der Herausforderung, nicht nur analoge, sondern auch digital entstandene Unterlagen dauerhaft zu sichern, zu erhalten und nutzbar zu machen. Bislang fehlte jedoch ein standardisiertes Archivsystem, das eine gesetzeskonforme Übernahme sowie die langfristige Sicherung der Authentizität, Integrität und Nutzbarkeit des digitalen Archivguts gewährleistet.

Um diese Lücke zu schließen, hat das Brandenburgische Landeshauptarchiv (BLHA) das langfristige Projekt „DAN-Magazinpartnerschaften in Brandenburg“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine nachhaltige Lösung für die digitale Langzeitarchivierung in den brandenburgischen Kommunen zu etablieren. Das Projekt baut auf der Mitgliedschaft des BLHA im Kooperationsverbund Digitale Archivierung Nord (DAN) sowie auf der Nutzung der bewährten DIMAG Software auf.

Die Magazinpartnerschaft zwischen dem Landeshauptarchiv und den Kommunalarchiven bildet einen zentralen Baustein für die digitale Archivierung in Brandenburg. Ein maßgebendes Betriebskonzept definiert dabei die Verantwortungsbereiche, Akteure, Aufgaben sowie Kosten und bietet eine klare Grundlage für alle öffentlichen Archive, die in die digitale Langzeitarchivierung einsteigen möchten.

Erste Kommunalarchive erfolgreich beigetreten

Zum Jahreswechsel 2025 haben die ersten Kommunalarchive der DAN-Magazinpartnerschaften abgeschlossen. Das Stadtarchiv Potsdam trat Ende 2024 als erstes Kommunalarchiv bei, gefolgt vom Stadtarchiv Frankfurt (Oder) und dem Kreisarchiv Oder-Spree Anfang 2025. Im Laufe des Jahres 2025 werden weitere Kommunalarchive erwartet, die sich dem Verbund anschließen. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen!

Zum Jahreswechsel 2025 haben die ersten Kommunalarchive der DAN-Magazinpartnerschaften abgeschlossen. Das Stadtarchiv Potsdam trat Ende 2024 als erstes Kommunalarchiv bei, gefolgt vom Stadtarchiv Frankfurt (Oder) und dem Kreisarchiv Oder-Spree Anfang 2025. Im Laufe des Jahres 2025 werden weitere Kommunalarchive erwartet, die sich dem Verbund anschließen. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen!

Kontakt

Ansprechpartner:
Vorname:
Lukas
Nachname:
Heck
Position:
Supportstelle DAN-Magazinpartnerschaften
Organisationsname:
Referat 13 Digitale Archivierung
E-Mail:
lukas.heck@­blha.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 5674-295
  • Wer nimmt teil?

    Neben der Supportstelle DAN-Magazinpartnerschaften im Brandenburgischen Landeshauptarchiv verständigen sich die Magazinpartner in einem mindestens einmal im Monat stattfindenden Arbeitskreis DAN-Magazinpartnerschaften, an dem Vertreter*innen der Landesfachstelle für Archive und öffentliche Bibliotheken Brandenburg, der Kreisarchive Oder-SpreePotsdam-Mittelmark, Spree-Neiße sowie der Stadtarchive Brandenburg a. d. Havel, Frankfurt (Oder) und Potsdam, sowie weitere Vertreter*innen von weiteren Kommunalarchiven teilnehmen. Alle hauptamtlich besetzen öffentlichen Archive in Brandenburg sind aufgerufen, bei Interesse zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben eine DAN-Magazinpartnerschaft abzuschließen.

    Neben der Supportstelle DAN-Magazinpartnerschaften im Brandenburgischen Landeshauptarchiv verständigen sich die Magazinpartner in einem mindestens einmal im Monat stattfindenden Arbeitskreis DAN-Magazinpartnerschaften, an dem Vertreter*innen der Landesfachstelle für Archive und öffentliche Bibliotheken Brandenburg, der Kreisarchive Oder-SpreePotsdam-Mittelmark, Spree-Neiße sowie der Stadtarchive Brandenburg a. d. Havel, Frankfurt (Oder) und Potsdam, sowie weitere Vertreter*innen von weiteren Kommunalarchiven teilnehmen. Alle hauptamtlich besetzen öffentlichen Archive in Brandenburg sind aufgerufen, bei Interesse zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben eine DAN-Magazinpartnerschaft abzuschließen.

  • Was bedeutet Digitale Langzeitarchivierung?

    Digitale Langzeitarchivierung (Digital Preservation) umfasst Maßnahmen für den dauerhaften Erhalt digitaler Informationen vor dem Hintergrund rasant anwachsender Mengen digitaler Inhalte und schneller technologischer Entwicklungen, die sonst zu raschem Verfall und Verlust führen können.

    Der signifikante Unterschied zwischen digitaler Archivierung im Sinne der IT und digitaler Langzeitarchivierung besteht in der Zielsetzung. Im IT-Kontext wird allein das Ziel einer kurzfristigen Sicherung und Bereitstellung digitaler Inhalte verfolgt: Ein Backup. Dagegen richtet die digitale Langzeitarchivierung den Fokus auf langfristige Verfügbarkeit, Erhaltung und Zugänglichmachung digitaler Inhalte gleich welcher Art und welchen Ursprungs auch über kurzfristige Generationswechsel von Hard- und Software hinweg.

    Ein zentrales Konzept ist das Referenzmodell OAIS (Open Archival Information System). Es definiert gemäß Zielsetzung der digitalen Langzeitarchivierung eine Archivumgebung für digitale Objekte und besteht aus verschiedenen Funktionen, darunter die Ingest-Funktion, die Archivierungsfunktion, die Erhaltungsplanung und die Zugriffsfunktion.

    Digitale Langzeitarchivierung (Digital Preservation) umfasst Maßnahmen für den dauerhaften Erhalt digitaler Informationen vor dem Hintergrund rasant anwachsender Mengen digitaler Inhalte und schneller technologischer Entwicklungen, die sonst zu raschem Verfall und Verlust führen können.

    Der signifikante Unterschied zwischen digitaler Archivierung im Sinne der IT und digitaler Langzeitarchivierung besteht in der Zielsetzung. Im IT-Kontext wird allein das Ziel einer kurzfristigen Sicherung und Bereitstellung digitaler Inhalte verfolgt: Ein Backup. Dagegen richtet die digitale Langzeitarchivierung den Fokus auf langfristige Verfügbarkeit, Erhaltung und Zugänglichmachung digitaler Inhalte gleich welcher Art und welchen Ursprungs auch über kurzfristige Generationswechsel von Hard- und Software hinweg.

    Ein zentrales Konzept ist das Referenzmodell OAIS (Open Archival Information System). Es definiert gemäß Zielsetzung der digitalen Langzeitarchivierung eine Archivumgebung für digitale Objekte und besteht aus verschiedenen Funktionen, darunter die Ingest-Funktion, die Archivierungsfunktion, die Erhaltungsplanung und die Zugriffsfunktion.

    OAIS (Open Archival Information System) ISO1472; Quelle: Memoriav

    Die Ingest-Funktion regelt die Übernahme digitaler Objekte in das Archivsystem. Hierbei wird von der abgebenden Stelle ein Übergabeinformationspaket (SIP – Submission Information Package) erstellt, das das eigentliche digitale Objekt und dessen Metadaten enthält, und an das Archivsystem übertragen. Das SIP bildet den Ausgangspunkt für alle weitere Archivierungsschritte.

    Die Archivierungsfunktion im OAIS-Modell befasst sich mit der Speicherung und Verwaltung digitaler Objekte. Hier wird das SIP in ein Archivinformationspaket (AIP – Archival Information Package) umgewandelt, das neben dem digitalen Objekt und dessen Metadaten auch Informationen zu Provenienz, zur Authentifizierung und zur Erhaltung enthält.

    Zur Gewährleistung des Langzeiterhalts archivierter digitaler Objekte dient die Erhaltungsplanung (Preservation Planning) – ein Prozess der Entwicklung und Umsetzung von Strategien, Richtlinien und Maßnahmen unter Berücksichtigung relevanter technologischer Veränderungen.

    Zuletzt ermöglicht die Zugriffsfunktion die Nutzung archivierter digitaler Objekte. Hierbei wird das AIP in ein Auslieferungsinformationspaket (DIP – Dissemination Information Package) umgewandelt. Das DIP wird bedarfsweise in verschiedenen Formaten bereitgestellt, um eine kompatible Nutzung mit aktuellen Technologien zu ermöglichen.

    OAIS (Open Archival Information System) ISO1472; Quelle: Memoriav

    Die Ingest-Funktion regelt die Übernahme digitaler Objekte in das Archivsystem. Hierbei wird von der abgebenden Stelle ein Übergabeinformationspaket (SIP – Submission Information Package) erstellt, das das eigentliche digitale Objekt und dessen Metadaten enthält, und an das Archivsystem übertragen. Das SIP bildet den Ausgangspunkt für alle weitere Archivierungsschritte.

    Die Archivierungsfunktion im OAIS-Modell befasst sich mit der Speicherung und Verwaltung digitaler Objekte. Hier wird das SIP in ein Archivinformationspaket (AIP – Archival Information Package) umgewandelt, das neben dem digitalen Objekt und dessen Metadaten auch Informationen zu Provenienz, zur Authentifizierung und zur Erhaltung enthält.

    Zur Gewährleistung des Langzeiterhalts archivierter digitaler Objekte dient die Erhaltungsplanung (Preservation Planning) – ein Prozess der Entwicklung und Umsetzung von Strategien, Richtlinien und Maßnahmen unter Berücksichtigung relevanter technologischer Veränderungen.

    Zuletzt ermöglicht die Zugriffsfunktion die Nutzung archivierter digitaler Objekte. Hierbei wird das AIP in ein Auslieferungsinformationspaket (DIP – Dissemination Information Package) umgewandelt. Das DIP wird bedarfsweise in verschiedenen Formaten bereitgestellt, um eine kompatible Nutzung mit aktuellen Technologien zu ermöglichen.

  • Die Digitale Archivierung Nord und der DIMAG-Verbund

    Dem Kooperationsverbund Digitale Archivierung Nord (DAN) gehören die Landes- und Staatsarchive der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt an. Die Kooperationspartner arbeiten auf konzeptioneller Ebene zusammen und nutzen eine gemeinsame technische Infrastruktur.

    Der DAN-Verbund ist wiederum Mitglied des länderübergreifenden Entwicklungsverbundes DIMAG, dem die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Thüringen, die Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) sowie der Archivverbund DIMAG-Schweiz und die Stadt Wien angehören. Der DIMAG-Verbund sorgt für die Verfügbarkeit der Software-Module zur digitalen Archivierung, orientiert an nationalen und internationalen Standards.

    Die Abkürzung DIMAG steht für Digitales Magazin und bezieht sich auf die ursprünglich vom Landesarchiv Baden-Württemberg entwickelte Softwarelösung zur digitalen Archivierung. Mittlerweile gehören zu DIMAG neben dem Kernmodul noch eine Reihe weiterer Module, beispielsweise für die Übernahme von elektronischen Akten, zur Bestandserhaltung und für die Nutzung. DIMAG kann nur im Rahmen einer öffentlich-öffentlichen Vereinbarung verwendetet werden, die mit dem DIMAG-Verbund geschlossen wird.

    Dem Kooperationsverbund Digitale Archivierung Nord (DAN) gehören die Landes- und Staatsarchive der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt an. Die Kooperationspartner arbeiten auf konzeptioneller Ebene zusammen und nutzen eine gemeinsame technische Infrastruktur.

    Der DAN-Verbund ist wiederum Mitglied des länderübergreifenden Entwicklungsverbundes DIMAG, dem die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Thüringen, die Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) sowie der Archivverbund DIMAG-Schweiz und die Stadt Wien angehören. Der DIMAG-Verbund sorgt für die Verfügbarkeit der Software-Module zur digitalen Archivierung, orientiert an nationalen und internationalen Standards.

    Die Abkürzung DIMAG steht für Digitales Magazin und bezieht sich auf die ursprünglich vom Landesarchiv Baden-Württemberg entwickelte Softwarelösung zur digitalen Archivierung. Mittlerweile gehören zu DIMAG neben dem Kernmodul noch eine Reihe weiterer Module, beispielsweise für die Übernahme von elektronischen Akten, zur Bestandserhaltung und für die Nutzung. DIMAG kann nur im Rahmen einer öffentlich-öffentlichen Vereinbarung verwendetet werden, die mit dem DIMAG-Verbund geschlossen wird.

  • Magazinpartnerschaften

    Mit dem Beitritt zum DAN-Verbund ist es dem Landeshauptarchiv möglich, die Software-Lösung DIMAG im Rahmen von Magazinpartnerschaften an öffentliche Archive im Land Brandenburg weiterzugeben. Das Hosting der Software findet beim gemeinsamen IT-Dienstleister des DAN-Verbundes statt. Jeder Magazinpartner erhält browserbasiert über die Infrastruktur der Netze des Bundes (NdB)- einen eigenen DIMAG-Zugang, der eine rechtskonforme Magazinierung des digitalen Archivgutes erlaubt. Das Landeshauptarchiv bietet brandenburgischen kommunalen Archiven somit die Möglichkeit, an DIMAG zu partizipieren und digitales Archivgut standardisiert nach dem OAIS-Modell zu bewahren und zugänglich zu machen.

    Grundlage einer Partnerschaft sind eine Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Landeshauptarchiv und dem kommunalen Archiv sowie ein Vertrag zwischen diesem und dem DAN-IT-Dienstleister.

    Die Supportstelle DAN-Magazinpartnerschaften am Brandenburgischen Landeshauptarchiv arbeitet eng mit der Landesfachstelle zusammen und unterstützt die Magazinpartner als Schnittstelle zum DAN- bzw. DIMAG-Verbund. Sie leistet in erster Linie fachlichen Support. Weiterhin bietet diese Schulungen zur Anwendung der DIMAG-Software an. Anhand praktischer Beispiele werden dabei neben den reinen Anwenderkenntnissen auch grundlegende Probleme und mögliche Lösungsstrategien der digitalen Überlieferungsbildung erörtert. Der weitere technische Support obliegt dem IT-Dienstleister des DAN.

    Mit dem Beitritt zum DAN-Verbund ist es dem Landeshauptarchiv möglich, die Software-Lösung DIMAG im Rahmen von Magazinpartnerschaften an öffentliche Archive im Land Brandenburg weiterzugeben. Das Hosting der Software findet beim gemeinsamen IT-Dienstleister des DAN-Verbundes statt. Jeder Magazinpartner erhält browserbasiert über die Infrastruktur der Netze des Bundes (NdB)- einen eigenen DIMAG-Zugang, der eine rechtskonforme Magazinierung des digitalen Archivgutes erlaubt. Das Landeshauptarchiv bietet brandenburgischen kommunalen Archiven somit die Möglichkeit, an DIMAG zu partizipieren und digitales Archivgut standardisiert nach dem OAIS-Modell zu bewahren und zugänglich zu machen.

    Grundlage einer Partnerschaft sind eine Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Landeshauptarchiv und dem kommunalen Archiv sowie ein Vertrag zwischen diesem und dem DAN-IT-Dienstleister.

    Die Supportstelle DAN-Magazinpartnerschaften am Brandenburgischen Landeshauptarchiv arbeitet eng mit der Landesfachstelle zusammen und unterstützt die Magazinpartner als Schnittstelle zum DAN- bzw. DIMAG-Verbund. Sie leistet in erster Linie fachlichen Support. Weiterhin bietet diese Schulungen zur Anwendung der DIMAG-Software an. Anhand praktischer Beispiele werden dabei neben den reinen Anwenderkenntnissen auch grundlegende Probleme und mögliche Lösungsstrategien der digitalen Überlieferungsbildung erörtert. Der weitere technische Support obliegt dem IT-Dienstleister des DAN.