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Gutsarchive Garz und Gartow digital veröffentlicht

- Erschienen am 10.02.2026
Rep. 37 Gartow F Nr. E7 "Einspänniger Pferdewagen mit sieben Kindern in Kostümen"

Seit Anfang 2026 sind die Gutsarchive Garz und Gartow online einsehbar. Mehr als 300 Akten, Briefe, Urkunden und Fotos der Bestände sind als Digitalisate (Abbildungen) in unserem Online-Zugang veröffentlicht.

Gut Gartow: Korrespondenzen und Fotos

Das bei Wusterhausen an der Dosse gelegene Dorf Gartow wird erstmals 1293 erwähnt. Nach mehreren Besitzerwechseln seit dem Spätmittelalter erwarben Mitte des 19. Jahrhunderts die von Quast auf Garz das Rittergut. Das Gut blieb bis 1945 im Besitz der Familie, letzter Eigentümer war Wolf Gottfried von Quast.

Vom Gutsarchiv sind nur Reste aus der Zeit 1801–1947 erhalten, die heute im Brandenburgischen Landeshauptarchiv bewahrt werden. Überliefert sind überwiegend Schriftwechsel einzelner Mitglieder der Familie sowie 389 einzeln verzeichnete Fotos und 112 Negative. Aus urheberrechtlichen Gründen sind nicht alle Fotos digital veröffentlicht.

Gut Garz: Stammsitz der Familie von Quast

Das westlich von Fehrbellin am Rande des Rhinluches gelegene Dorf Garz samt Rittersitz war schon vor 1420 im Besitz der von Quast. Das Gut blieb bis zur Enteignung durch die Bodenreform in der Hand der Familie.

Das umfangreiche Gutsarchiv befand sich bis zum Ende des 2. Weltkrieges zusammen mit der Bibliothek im Turm des Gutshauses von Garz und wurde beim Einmarsch der Roten Armee größtenteils vernichtet.

Heute sind nur noch Reste überliefert, die meist aus losen Blättern bestehen. Der Hauptteil besteht aus Familienschriftgut, vor allem aus den Nachlässen des Geheimen Rates Otto Christoph Leopold von Quast (1765–1842) und seines Sohnes Hermann (1812–1888).

Digitalisierung im Auftrag

Das Landeshauptarchiv hat die beiden Bestände im Auftrag des Brandenburg-Preußen-Museums digitalisiert. Ziel des Vorhabens war neben der digitalen Verfügbarkeit eine Ausstellung über die Familie von Quast und ihre Bedeutung für das Ruppiner Land. Vor der Digitalisierung erfolgte zum Schutz der kostbaren Originale eine konservatorische Bearbeitung in der Restaurierungswerkstatt des Landeshauptarchivs.

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