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Foto-Nachlass von Johannes Paschke erschlossen

- Erschienen am 03.08.2026
Kinder umarmen den Stamm der Kaisereiche. Rep. 16 Paschke F 54B

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv hat im Juli 2020 den Nachlass von Johannes Paschke (1892–1980) übernommen, der zahlreiche Fotoabzüge und Glasplatten enthält. Dieser Fotobestand ist nun unter Rep. 16 Nachlass Johannes Paschke fast vollständig erschlossen und kann im Online-Zugang des Archivs recherchiert und bestellt werden.

Fotos der Niederlausitz

Johannes Paschke wurde 1892 in Freiwalde (ehemals Kreis Luckau) geboren. Er arbeitete als Lehrer an Schulen in Kirchhain und Schönborn. Aufgrund seiner Mitgliedschaft in der NSDAP wurde Paschke 1946 aus dem Schuldienst entlassen, durfte aber als Religionslehrer unterrichten und war als Organist in Schönborn tätig. Unterlagen zum Entnazifizierungsverfahren mit einem handschriftlichen Lebenslauf Paschkes befinden sich im Landeshauptarchiv in den Akten Rep. 161 NS-Archiv ZE 19245 und Rep. 203 Entnazifizierungskommission 1222.

Neben der Tätigkeit als Lehrer fotografierte Johannes Paschke – vorrangig seine Heimat, die Niederlausitz. Sein Fotonachlass enthält vielfältige Aufnahmen der Region, dem heutigen Elbe-Elster Kreis, darunter Fotoserien wie „Unser altes Bauernhaus“ und „Wenn unsere Steine reden“.

Das dörfliche Leben im Blick

Im Mittelpunkt der Fotos von Johannes Paschke standen dörfliche Panoramen, Landschaften, sowie Abbildungen von Kirchen und ihren Ausstattungen. Als Fotograf erlebte Paschke die Entwicklung der Fototechnik von etwa 1920 bis 1980 mit. Er starb 1980 in Schönborn.

Zum Bestand Rep. 16 Nachlass Johannes Paschke